Im Vergleich aller westdeutschen Städte weist Hamburg ein durchschnittliches Niveau sozialer Segregation auf. Dennoch gibt es mit Wilhelmsburg und einigen Stadtteilen im Osten auch Sozialräume, in denen sich Kinderarmut konzentriert.
Erfurt ist ein interessantes Beispiel unter den hier untersuchten Städten, wenn man die untersuchte institutionelle Ausstattung in suburbanen Räumen mit der einer Kernstadt vergleichen will. Die sozial benachteiligten Quartiere in Erfurt sind fast alle in Plattenbauweise errichtet.
Unter allen westdeutschen Städten weist Dortmund eine überdurchschnittliche soziale Segregation auf. Die Kinderarmut
konzentriert sich in Dortmund relativ zentrumsnah, mit einem Schwerpunkt in der nördlichen Innenstadt.
Im gesamtdeutschen Städtevergleich ist die soziale Segregation in Berlin insgesamt relativ hoch. Hier gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Sozialräumen, die eine hohe SGB-II-Quote bei Kindern und Jugendlichen aufweisen.
Während quantitative Auswirkungen zahlreicher Konzepte der Grundsicherung für Arbeitsuchende bereits untersucht sind, steht ein qualitativer Vergleich der Instrumente und der Reichweite relevanter Vorschläge noch aus. Dieses böll.brief systematisiert und vergleicht Konzepte der vergangenen zwei Jahre.