Ein neues Bildungs- und Teilhabegesetz (BuTG) soll eine Basis für Chancengleichheit
von Kindern aus Familien mit geringem Einkommen legen. Gemeinsam mit
einer Kindergrundsicherung kann so ein wirklicher Neustart der Familienförderung gelingen.
Die vorliegende Studie hat anhand von sieben Städten untersucht, wie Versorgung und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen innerhalb der Städte gegeben sind. Die Ergebnisse zeigen: Die Infrastrukturen sind zwar ausreichend vorhanden, aber nicht bedarfsgerecht verteilt
Saarbrücken ist die kleinste der hier untersuchten Städte. Nach der Eingemeindung mehrerer umliegender Gemeinden 1974 stieg die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Saarbrücken auf gut 200.000. Seitdem nimmt sie ab und lag im Jahr 2019 bei rund 180.000.
Von den untersuchten Städten ist Nürnberg die einzige süddeutsche Stadt. Sie wurde ausgewählt, weil es hier im Vergleich zu anderen süddeutschen Städten relativ viele Stadtteile gibt, in denen sich Kinderarmut konzentriert.
Trotz deutlich unterschiedlicher Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner, zeigt sich in dieser Untersuchung für Leipzig der gleiche Befund wie für Erfurt, die zweite ostdeutsche Stadt: Die stark sozial benachteiligten Stadtteile sind fast ausschließlich in Plattenbauweise errichtet worden.