Chile: Von der Parität zur feministischen Verfassung Published: 3. Dezember 2020 Interview Im April 2021 wählen die Chileninnen und Chilenen einen Verfassungskonvent. Die 155 Mitglieder – die Hälfte davon Frauen – sollen innerhalb eines Jahres eine neue Verfassung erarbeiten. Das ist ein weltweites Novum. Wir sprachen darüber mit der chilenischen Feministin Gloria Maira. Von Caroline Kassin
Mexiko: Feministische Proteste in Zeiten der Pandemie Published: 1. Dezember 2020 Interview Die mexikanische Cyberfeministin Lulú V. Barrera über Gewalt gegen Frauen im Netz und die feministische Bewegung während der Corona-Pandemie. Mit ihrem Medienkollektiv Luchadoras veröffentlichte sie kürzlich einen Bericht über digitale Gewalt. Außerdem arbeiten die Aktivistinnen an kollektiven Antikörpern und Samen für eine andere Zukunft. Von Mirjana Mitrovic
El Salvador: Fehlende Berichterstattung verharmlost Gewalt gegen Frauen Published: 1. Dezember 2020 Analyse Machismo und Frauenfeindlichkeit sind in vielen salvadorianischen Redaktionen weit verbreitet. Gewalt an Frauen ist für sie kein Thema. Alternative Medien wollen dem eine Berichterstattung entgegensetzen, die dieses Thema in den Mittelpunkt stellt. Von Laura Aguirre
Verfassungsplebiszit in Chile: Das späte Ende der Diktatur Published: 27. Oktober 2020 Hintergrund Ein Jahr nach den Massenprotesten haben sich die chilenischen Wähler/innen am 25. Oktober mit einer überraschend deutlichen Mehrheit von über 78 Prozent für eine neue Verfassung und zu 79 Prozent für eine ausschließlich aus Bürger/innen zusammengesetzte verfassungsgebende Versammlung ausgesprochen. Von Ingrid Wehr
Verfahren gegen Kolumbiens Ex-Präsident Uribe: Der einst Unantastbare ist antastbar Published: 8. September 2020 Interview Wegen seiner Verbindungen zu den Paramilitärs steht Kolumbiens Ex-Präsident Álvaro Uribe Vélez schon lange in der Kritik. Belangt wurde er dafür bisher nicht, doch das könnte sich nun ändern. Von Knut Henkel
„Eine unbequeme Wahrheit ist besser als eine falsche.“ Published: 28. August 2020 Interview Seit dem Verschwindenlassen 43 mexikanischer Studenten aus Ayotzinapa am 26. September 2014 sind sechs Jahre vergangen. Carlos Beristain, der an der unabhängigen Untersuchung des Verbrechens beteiligt ist, wirft einen kritischen Blick auf die Verstrickung zwischen Straflosigkeit, mexikanischen Behörden und der Gewalt als modus operandi. Von Marina Azahua, Timo Dorsch und Heriberto Paredes
Es geht tief unter die Haut: Rassismus und Polizeigewalt in Brasilien Published: 5. August 2020 Analyse Nirgendwo in Lateinamerika werden so viele Menschen von der Polizei getötet wie in Brasilien. Doch davon sind längst nicht alle gleich betroffen. Die Gesellschaft teilt sich in die „Tötbaren“ und die „guten Bürger/innen“. Von Marilene de Paula
Fotostrecke: Die Cruzada São Sebastião in Rio de Janeiro Published: 4. August 2020 Fotostrecke Im Wohnkomplex Cruzada São Sebastião leben tausende Menschen auf engstem Raum. Die Corona-Pandemie trifft sie besonders hart. Die meisten leben ohnehin unter schwierigen ökonomischen Bedingungen, nun haben viele ihren Job verloren. Die afrobrasilianische Bevölkerung ist überproportional stark vom Virus betroffen, Rassismus und Ungleichheit treten in der Pandemie noch deutlicher zutage. Das spüren auch die Bewohner/innen der Cruzada São Sebastião.
Kolumbien: Auch während der Pandemie leben Aktivist/innen gefährlich Published: 17. Juli 2020 Hintergrund Trotz des Lockdowns bekommt Mayerlis Angarita noch immer Drohungen. Die Trägerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2018 der Heinrich-Böll-Stiftung setzt sich in Kolumbien für Frauen ein, die Opfer des internen bewaffneten Konfliktes wurden. Weder die Corona-Pandemie noch die Todesdrohungen können sie davon abhalten. Von Diana Pardo