Gespräche über Demokratie und Repräsentation

Der Kampf um Repräsentation steht im Zentrum der Demokratiegeschichte. Diskriminierte und unterrepräsentierte Teile der Bevölkerung streiten für ihre Anliegen und ihren Platz in Parlamenten und Institutionen. Historisch hat es sich ausgezahlt, viel wurde erreicht. Die Demokratie ist pluralistischer geworden und die Bürgerinnen und Bürger selbstbewusster und anspruchsvoller. Gerade deshalb nehmen wir heute deutlicher wahr, welche Defizite fortbestehen und welche Herausforderungen vor uns liegen. Eine lebhafte gesellschaftliche Debatte über Teilhabe und Repräsentation ist immer ein gutes Zeichen für die liberale Demokratie. Dazu wollen wir mit der hier dokumentierten Reihe #SoBuntWieDasVolk beitragen.

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Deine Stimme in Berlin? Claudia Gatzka und Anna Lührmann über Wahlkampf im Wahlkreis

Die Historikerin Claudia Gatzka schildert in ihrem Buch Die Demokratie der Wähler, welchen großen Anteil der Parteienwettstreit vor Ort und die gefühlte Nähe zum Parlament an der Wiedergeburt der Demokratie in der Bundesrepublik nach 1945 hatten. Mit Anna Lührmann, Bundestagsabgeordnete von 2002-2009 und aktuell Direktkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Rheingau-Taunus-Limburg, diskutiert sie über Stärken und Grenzen der Repräsentation in der deutschen Parteiendemokratie – über Podium, Publikum und „Augenhöhe“ früher und heute.

Wie schafft man Demokratie? Jan-Werner Müller im Gespräch über die richtigen Spielregeln

Ein beliebtes polit-pessimistisches Spiel besteht darin, nach den Schuldigen für die Krise der Demokratie zu suchen – und sie dann entweder im Wahlvolk selbst zu finden oder aber im Versagen der „politischen Eliten“. Keine der beiden Strategien, die konservative wie die populistische, können den liberalen Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller zufriedenstellen.

Robert Habeck im Gespräch über Veränderung in der Demokratie

Robert Habeck spricht mit der Journalistin Cerstin Gammelin über sein soeben erschienenes Buch „Von hier an anders“ und über sein Verständnis von Repräsentation und Macht in der liberalen Demokratie: Was hält die Gesellschaft in Zeiten großer Veränderungen zusammen? Wie könnte eine Politik aussehen, die die Gestaltungskraft der liberalen Demokratie unter Beweis stellt, ohne die gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben? Und welche Anforderungen ergeben sich daraus für die Zusammensetzung und die Arbeitsweise demokratischer Institutionen?