Südsudan: Wie die Vergangenheit den Weg in die Zukunft erschwert

Im Videointerview erläutert der Autor und Wissenschaftler Edward Thomas die historischen Ursachen des Konflikts und analysiert die komplexen Gegebenheiten in dem krisengeschüttelten Land.

Nachrichten über den Bürgerkrieg im Südsudan und die damit verbundene humanitäre Katastrophe erreichten die Weltöffentlichkeit nur sehr begrenzt. Drei Jahre nach seiner Unabhängigkeit stürzte der Südsudan im Dezember 2013 in einen blutigen Bürgerkrieg. Tausende starben und laut UN-Angaben wurden bisher 1,5 Millionen Menschen im Südsudan vertrieben.

Der Autor und Wissenschaftler Edward Thomas erläutert in diesem Interview die historischen Ursachen des Konflikts und analysiert die komplexen Gegebenheiten in dem krisengeschüttelten Land. Dabei beschreibt Thomas auch, wie fragil die Staatlichkeit des Südsudan seit seiner Unabhängigkeit ist und wie die Zukunft des jungen Staates aussehen könnte.

Edward Thomas veröffentlichte kürzlich das Buch „South Sudan: A Slow Liberation“. Darin liefert er eine vielschichtige Analyse über die gegenwärtigen Geschehnisse im Südsudan. Aus der Perspektive der „Hinterland“-Region Jonglei und auf Grundlage von über hundert Interviews zeichnet Thomas umfassend nach, wie Vergangenheit und Gegenwart Südsudans Weg in eine friedliche Zukunft erschweren.

(Sprache des Interviews: englisch)

Das Interview wurde am 12. Mai 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin aufgezeichnet.

Interview & Kamera: Jelena Nikolic

Edward Thomas war Gast bei der Veranstaltung South Sudan: A Slow Liberation, die am 12. Mai 2015 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin stattfand.