"Die Klimakrise ist das Ergebnis der Ökonomisierung des Landes und der sozialen Beziehungen" Published: 8. Februar 2021 Interview Die Klimakrise ist Ergebnis und Ausdruck von Ausbeutungs- und Machtverhältnissen zwischen Mensch und Natur, zwischen Globalem Norden und Globalem Süden. Ein dekolonialer Ansatz im Klimaaktivismus steht für den radikalen Bruch mit kolonialen Prinzipien des wirtschaftlichen, politischen und sozialen Systems – zu denen auch industrielle Agrarwirtschaft und Landenteignungen gehören. Im Gespräch mit Ruth Nyambura, Klima- und Umweltaktivistin aus Kenia. Von Imeh Ituen
Für das Recht auf Zugehörigkeit und auf das kulturelle Eigentum Published: 27. Januar 2021 Interview Seit Jahrhunderten werden dem afrikanischen Kontinent Ressourcen ohne adäquate Bezahlung oder Entschädigung genommen. Die Khoikhoi und San, erste Bewohner/innen des südlichen Afrika, verloren mit der Kolonisierung ihr Land und sehr viele auch ihr Leben. Während der Apartheidszeit waren sie rassistisch diskriminiert und müssen nun auch in der Post-Apartheidsära um Teilhabe kämpfen. Ein Gespräch mit der Khoikhoi-Anwältin Lesle Jansen über den langen Weg ihres Kampfes für die Gemeinschaft und für ein Abkommen, das die kulturelle Leistung der Indigenen anerkennt. Von Imeh Ituen
Queere Frauen in Uganda: "Überstürz dein Coming-Out nicht" Published: 23. Dezember 2020 Interview In Ostafrika hält sich das gesellschaftliche Bild, dass Homosexualität „unafrikanisch“ sei und wird von Politik und Kirche massiv für den eigenen Machterhalt propagiert. Tatsächlich hat es queere Lebens- und Liebesform in Uganda immer gegeben, was dagegen importiert wurde, ist die Homophobie. Wir sprachen mit SSenfuka Joanita Warry über queeren Aktivismus in Uganda und darüber, warum sie jede Gelegenheit ergreift, die sich ihr bietet, um ihre Meinung zu äußern und falsche Vorstellungen über Homosexualität richtig zu stellen. Von Claudia Simons
Queerer Aktivismus in Kenia – “speak truth to power!” Published: 15. Dezember 2020 Interview Queerer Feminismus macht sichtbar, dass das Patriarchat allen Menschen schadet und nur ein intersektionaler Ansatz kollektive Befreiung und solidarisches Zusammenarbeiten ermöglicht. Dabei kann queerer Widerstand auch Spaß machen – und manchmal reicht schon ein Dandy Outfit, um das Patriarchat ins Wanken zu bringen. Mit Yvee Oduor sprachen wir über Aktivismus und Mobilisierung Genderqueerer Menschen in Kenia. Von Claudia Simons
Nach #EndSARS: Forderung nach einer inklusiven Protestbewegung Published: 5. November 2020 Kommentar Möglicherweise erzählt man sich über Nigeria in sechzig Jahren, dass die Revolution im Jahr 2020 endlich mit Hilfe von Twitter und Instagram doch noch zustande kam. Aber stimmt das auch? Von Dr. Temilade Sesan
Indigene Ernährungssysteme in Kenia - die Pandemie als Moment, Nahrungsmittelsysteme neu zu denken Published: 4. November 2020 Hintergrund Die Kenianische Route to Food Initiative (RTFI) ist ein von der Heinrich-Böll-Stiftung Nairobi unterstütztes Programm, das sich mit innovativen Diskussionen und Lösungsansätzen mit dem Problem der Ernährungsunsicherheit in Kenia auseinandersetzt.
Krise in Mali – Was hat sich wirklich verändert? Published: 2. November 2020 Interview Didier Lalaye, Künstlername „Croquemort“, Slammer und Arzt aus dem Tschad lebt in der malischen Hauptstadt Bamako und lässt für uns die jüngsten Ereignisse in Mali Revue passieren. Er ist skeptisch gegenüber der Rolle der Jugend in den sozialen Netzwerken. Beim politischen Engagement zählt für ihn eine gewisse Reife. Von Selly Ba
#EndSARS: Unsere Stimme gefunden und wieder verloren Published: 30. Oktober 2020 Kommentar Das Land hat nur selten mit einer Stimme gesprochen. Die unnachgiebige Polizeibrutalität gab der neuen Generation den Anlass ihre Stimme zu finden, laut und entschlossen. Unter dem Hashtag #EndSARS verbreiten sich die Proteste nun schnell international. Von Abubakar Adam Ibrahim
#EndSARS: Wendepunkt in der nigerianischen Politik? Published: 27. Oktober 2020 Interview Tausende junge Nigerianer und Nigerianerinnen gingen Anfang Oktober unter dem Hashtag #EndSARS in die Öffentlichkeit. Mit dem Eingreifen des Militärs nahmen die Proteste eine tragische Wendung. Von Jochen Luckscheiter und Chibueze Ebii
#EndSARS-Proteste könnten Geburt eines neuen Nigerias sein Published: 28. Oktober 2020 Kommentar Die jüngsten Proteste unter der #EndSARS-Bewegung könnten ein Zeichen für eine neue politische Ära sein, in der junge Menschen ihre Stimme und den Mut finden, eine bessere Regierungsführung zu fordern. Von Mark Amaza