Dossier: Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien Published: 30. April 2014 Massenproteste, Zwangsräumungen, Umweltzerstörung. Die teuerste WM aller Zeiten wird zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert – trotz andauernder Misere im öffentlichen Bildungs- Gesundheits- und Transportwesen. Das WM-Dossier beleuchtet die Probleme und fragt: Was bringt diese WM und wem nützt sie?
Ein gallisches Dorf in Brasilien Published: 30. April 2014 Eigentlich sollten die Bewohner/innen der Siedlung Vila Autódromo in Rio de Janeiro das formelle Nutzungsrecht ihrer Grundstücke erhalten. Als wegen WM-Bauvorhaben die Räumung droht, erarbeitet die neu entstandene Protestbewegung einen Volksplan, der die Bürger/innen aktiv miteinbezog und realisierbare Alternativen nannte. Von Giselle Tanaka
"Die Stadien sind gebaut. Nun muss nur noch das Land um sie herum errichtet werden" Published: 30. April 2014 Im Juni 2013 gehen tausende Bewohner der Favela Rocinha in São Conrado, einem Stadtviertel im Süden Rio de Janeiros, auf die Straße. Sie protestieren gegen den Bau einer Seilbahn für Touristen in ihrem Viertel und fordern den Ausbau grundlegender Wasserversorgungs- und Kanalisationsanlagen. Von Felipe Werneck
Mehr Freiheit, mehr Selbstbestimmung, mehr Geld Published: 30. April 2014 Interview mit dem Abgeordneten Jean Wyllys über seinen Gesetzentwurf zur Regelung der Prostitution in Brasilien. Nach diesem sollen Bordelle legalisiert werden und Prostituierte ein Mindesteinkommen erhalten. Von Marilene de Paula
Fußball und Demokratie Published: 30. April 2014 Das brasilianische Parlament und die Behörden haben zugunsten privater Interessen in den letzten fünf Jahren zahlreiche Ausnahmen von demokratisch wichtigen Regeln genehmigt. Die Brasilianer tun Recht daran, sich dagegen zu wehren. Auch dem Fußball zuliebe. Von Barbara Unmüßig
Ende der Erfolgsgeschichte? Proteste und Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien Published: 30. April 2014 Etwa 170.000 Menschen, so schätzt der Dachverband der brasilianischen WM-Volkskomitees, haben durch Zwangsräumungen ihre Heime und oft auch ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage verloren. Trotz internationaler Normen, die auch im brasilianische Recht gelten, werden viele Betroffenen nicht entschädigt. Von Dawid Danilo Bartelt
Sport ohne Obdach Published: 30. April 2014 Einige WM-Austragungsorte richten eine Volks-Meisterschaft gegen die Räumungen aus. Die erste Auflage dieses Turniers fand in Rio de Janeiro während des Confederation-Cups im vergangenen Juni statt. Diesmal soll das Turnier länger dauern, mit mehreren Etappen und einer Endrunde im Juni zum WM-Beginn. Von Andreas Behn
Die wahren Herren von Rio Published: 30. April 2014 Vier große Bauunternehmen kontrollieren die zahlreichen Bauprojekte für WM und Olympia in Rio de Janeiro. Kartellähnliche Absprachen, manipulierte Ausschreibungen und überhöhte Kostenrechnungen sind Teil des Systems. Die Interessen der Bevölkerung bleiben auf der Strecke. Von Adriano Belsário, João Roberto Lopes Pinto und Rafael Rezende
(E)Mission Fußballweltmeisterschaft 2014 Published: 30. April 2014 Umweltfreundlich und klimaneutral soll sie werden, Brasiliens Fußballweltmeisterschaft der Männer 2014: Die "Copa Verde" soll dem Land finanziellen und ökologischen Mehrwert bringen. Doch ein nachhaltiger Nutzen für die Bevölkerung ist noch nicht in Sicht. Von Julia Ziesche
Rechtskonform oder illegal? Published: 30. April 2014 Den Preis für die neuen Strukturen rund um Brasiliens kostspielige Sportarenen zahlen vor allem die Bewohnerinnen und Bewohner der Favelas. Die Behörden nutzen aus, dass die Betroffenen oft über wenig formale Bildung verfügen und schlecht über ihre Rechte informiert sind. Von Lando Dämmer und Mara Natterer