Sensing Berlin: visual representation of perceptual experience of the blind in a documentary
Das Projekt beabsichtigt, am Beispiel blinder Berliner darzustellen, wie sie den Stadtraum erleben und empfinden. Dabei geht es um die visuelle Darstellung nichtvisueller Wahrnehmungen, die auf sinnlichen Empfindungen und Erfahrungen beruhen. Die Studie wird mit einem künstlerischen Dokumentarfilm-Projekt verbunden. Das Ziel ist, die „alternativen“ Erfahrungen der Protagonisten durch Beobachtungen und Interviews sowie durch technische und ästhetische Interpretationen in visuelle und akustische Empfindungen umzusetzen. Der theoretische Teil soll an die Diskussion zu Verlauf und Charakter der Wahrnehmung in den Arbeiten von u.a Merleau-Ponty (1962), Plessner (1970) und Deleuze (1986) anschließen. Dabei steht im Vordergrund zu verstehen, wie blinde Protagonisten mit ihren besonderen kognitiven Fähigkeiten und Erfahrungen die Sinneswahrnehmungen modifizieren. Sie werden dabei durch ihre persönlichen Voraussetzungen sowie ihr kulturelles und soziales Milieu beeinflusst. Der Film sucht nach Möglichkeiten, diesen Prozess den Zuschauern künstlerisch zu vermitteln.