When East Meets West: Toward a Transnational Typology of Post-Soviet Jewish American Literature

Jesper Reddig, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

5. Juli 2013

Das Projekt bietet eine Typologie jenes Bereichs zeitgenössischer US-amerikanischer Literatur, der von jüdischen SchriftstellerInnen mit post-sowjetischem Migrationshintergrund hervorgebracht wird. Im Rückgriff auf Migrationsforschung, Critical Ethnic Studies und Jüdische Studien wird der transnationale Ansatz forciert, der jüngst sowohl die Amerika- als auch die Osteuropastudien beschäftigt. Im Zentrum stehen sechs junge AutorInnen, die in semi-autobiographischen coming-of-age Geschichten veraltete Immigrationsnarrative umkehren. Gleichzeitig bringt das Projekt die Primärtexte in einen Dialog mit den soziokulturellen Kontexten, in die sich die AutorInnen einschreiben. Das konventionelle Studium von literarischen Texten wird so explizit erweitert um die Analyse vermeintlich unakademischer Phänomene (Bloggerszenen, aktivistische Musikgruppen, ...) und untersucht das generative Zusammenspiel von neuen Medien und Literatur. In der ästhetischen Darstellung der Transmigration, der ausgeprägten Zunahme populärer Symbolik und ihrem anti-orthodoxen Ansatz werden die AutorInnen innerhalb der "New Jew Culture" verortet, die ihrerseits die amerikanische Multikulturalismus-Debatte durch bahnbrechende interethnische Paradigmen ergänzt.

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