Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN Environment), gegründet 1972, ist ein Unterorgan der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA). Im Nachgang des Rio+20-Gipfels 2012 wurde der Verwaltungsrat (Governing Council) aufgewertet und hat nun die universelle Mitgliedschaft aller UN-Mitgliedstaaten. Außerdem wurde das Entscheidungsgremium umbenannt in UN-Umweltversammlung (UN Environment Assembly, UNEA). Die erste UNEA fand im Juni 2014 und die zweite im Mai 2016 statt, jeweils in Nairobi, dem Sitz des Umweltprogramms. Die behandelten Themen waren ausgesprochen vielseitig, von Luftreinhaltung über die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Biodiversitäts-Abkommen, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik, bis hin zu Chemikalien in der Umwelt und Müll im Meer wurden viele bedeutende Themen der Umweltpolitik behandelt und in Resolutionen gegossen. Dazu wurden Studien in Auftrag gegeben, das Arbeitsprogramm des Umweltprogramms und dessen Finanzierungsrahmen beschlossen. Wie früher der Verwaltungsrat, so kann auch die Umweltversammlung den Startschuss für Verhandlungen über völkerrechtlich verbindliche Abkommen erteilen.
Unser oberstes Ziel ist eine Zukunft frei von Plastikverschmutzung.
Wir werden dafür arbeiten, Solidarität zwischen Menschen und betroffenen Gemeinden in der ganzen Welt zu schaffen, damit:
1. Unsere Lebens- und Wirtschaftsweise die planetarischen Grenzen einhält.
2. Abfall an erster Stelle reduziert wird.
3. Der Lebenszyklus von Materialien und Produkten, die wir benutzen von der Gewinnung bis zu Endnutzung, Recycling, Kompostierung und Entsorgung zur Gesundheit von Mensch und Planet beiträgt.
4. Starkes gemeinschaftliches Handeln und Kooperationen zwischen Bürger/innen, Arbeiter/innen, Regierungen, Expert/innen und engagierten Unternehmen die gegenwärtigen und zukünftigen Entscheidungen über die Entwicklung von Materialien, Produktions- und Abfallsysteme lenken.
5. Menschen, die informell Müll sammeln und recyceln, unterstützt werden, damit sie die Systeme, in denen sie arbeiten, verbessern und einen gerechten Übergang zu einer neuen und sicheren Materialwirtschaft mitgestalten können.
6. Die Produzenten die Verantwortung für alle Kosten und Auswirkungen übernehmen, die während des Lebenszyklus ihrer Produkte und Verpackungen entstehen, und bessere Materialien und Systeme erfinden und neu gestalten.
7. Plastikprodukte und -verpackungen, wo sie notwendig sind, wiederbenutzt, repariert, und wenn das nicht mehr möglich ist, recycelt und toxische Stoffe von der Produktion eliminiert werden.
8. Keine neue Müllverbrennungsanlage gebaut und Erneuerbare-Energien -Zuschüsse für Plastik und Müllverbrennung abgeschafft werden. Darunter fallen Vergasung, Pyrolyse, Zementöfen und andere Müllverbrennungsanalagen mit Energiegewinnung.
9. Bioabfälle an den Boden zurückgegeben werden und “Zero Waste” Systeme die Abhängigkeit von Mülldeponien und Müllverbrennungsanalgen verringern.
10. Die Systeme, die wir aufbauen und die Materialen, die wir benutzen, den Klimawandel verlangsamen, anstatt ihn zu beschleunigen.