Spritzensport. Die (un-)heimliche Komplizenschaft mit dem Doping

 

30. September 2008

Sportler dopen, weil alle anderen auch dopen: „Die Tour gewinnt man nicht mit Zuckerwasser“, hat Rad-Held Didi Thurau schon vor 30 Jahren gesagt. Gleichzeitig scheinen die Argumente, die dagegen sprechen, völlig unstrittig zu sein: Betrug, Selbstzerstörung etc.

Warum aber ist es Sportlern erlaubt, den Körper mit Kaffee oder Traubenzucker zu versorgen, nicht aber mit einer Transfusion eigenen Bluts? Warum gilt ein Wettbewerbsvorteil durch ein besseres Sportgerät als legitim, nicht aber ein pharmakologisch erzeugter Vorsprung? Und wie kommt es, dass trotz aller Skandale der Vergangenheit noch immer ein weit verbreiteter Widerwille gegen eine tiefgreifende Bekämpfung des Problems zu spüren ist?

Will man sich noch immer über die eigene Komplizenschaft – als Funktionär, Arzt, Sponsor, Journalist, Sportpolitiker und auch als Zuschauer – hinwegtäuschen?

  • Streitgespräch (PDF, 68 KB)
    mit Ines Geipel und Prof. Dr. Elk Franke, Moderation: Dr. Arnd Pollmann