Es bleibt dabei: LGBTIQ+ Rechte sind Menschenrechte

LGBTIQ+ kämpfen weltweit immer noch mit systematischer Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung. Sie erfahren Kriminalisierung, Stigmatisierung und Illegalisierung weltweit. In vielen Ländern werden grundlegende Menschenrechte für LGBTIQ+ nicht gewährt und ihre Lebensbedingungen erschwert. Homo- und Transfeindlichkeit sind in vielen Staaten politisch sowie strukturell institutionalisiert. Auch die COVID-19-Krise hat viele der Lebensrealitäten von LGBTIQ+ verstärkt.

Auf dieser Seite befinden sich Beiträge von LGBTIQ+ Aktivist*innen und Partner*innen der Heinrich-Böll-Stiftung auf der ganzen Welt.

Wofür steht die Abkürzung LGBTIQ+?

Die Abkürzung steht für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche und queere Personen. Das "+" schließt alle Geschlechter und alle verschiedenen sexuellen Orientierungen mit ein.

Sprache ist Macht. Geschlechtersensibel und inklusive Sprache ermöglicht einen respektvollen Umgang. LGBTIQ+ beschreibt eine Vielzahl von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Was aber die meisten LGBTIQ+ gemeinsam haben, ist die Erfahrung alltäglicher, struktureller und politischer Diskriminierung. All diejenigen, deren Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, müssen um ihre Menschenrechte, ihre Anerkennung und das Recht, ihre Beziehungen, ihre Identität und ihr Leben selbstbestimmt zu führen, kämpfen.

Ohne Intersektionalität, kein Feminismus

Eine Gerechtigkeitsperspektive ermöglicht es uns, über feministische und LGBTIQ+ Kämpfe gemeinsam nachzudenken - sei es eine Gerechtigkeitsperspektive auf reproduktive, wirtschaftliche oder ökologische Zusammenhänge. Frauen und LGBTIQ+ gehören in vielen Kontexten zu den besonders betroffenen Personen, die  patriarchalen Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt sind. Unser Ziel ist es, die strukturellen Ursachen ungerechter Machtverhältnisse zu identifizieren und gemeinsam auf deren Veränderung hinzuarbeiten.

Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung

Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung werden schon viel zu lange in ein binäres Geschlechterbild gepresst. Die Heinrich-Böll-Stiftung will mit ihrer Arbeit über die gesellschaftlichen Strukturen aufklären und sich gemeinsam mit ihren Partner*innen und vielen anderen dafür einsetzen, dass Menschen ihre Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung ohne Diskriminierung und Illegalität leben können.

LGBTIQ+ und Covid-19

"History has shown us that in times of crisis those most marginalized tend to suffer disproportionately compared to the broader population."
Vulnerability Amplified, a report published in May 2020 by OutRight Action International

LGBTIQ+ RECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Um LGBTIQ+ vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen, bedarf es keinerlei neuen Menschenrechte oder -normen. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und andere internationale Konventionen schützen auch die Rechte der LGBTIQ+ Community. Dennoch sind marginalisierte Menschen sind jedoch schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt – entweder strukturell, individuell oder diskursiv. Fest steht, dass es bei der Achtung der Menschenrechte es keine Hierarchie geben darf. Menschenrechte gelten für alle.

Antworten auf Anti-LGBTIQ+ und antifeministische Bewegungen

Die Anti-Gender- und Anti-LGBTIQ+ Netzwerke gewinnen weltweit an Bedeutung und beeinflussen den politischen Diskurs in vielen Ländern. LGBTIQ+ haben schon immer überall auf der Welt existiert. Ihre soziale, politische und rechtliche Sicherheit ist fast so vielfältig wie die Gemeinschaft selbst. LGBTIQ+ kämpfen tagtäglich global und lokal gegen antifeministische Narrative, Politik und Politik: für Teilhabe, Menschenrechte und die Freiheit zu lieben, wen man will und zu sein, wer man sein möchte.

Queer Feminist Perspectives on Political Homophobia and Anti-Feminism in the Middle East and Europe - Watson Institute for International and Public Affairs

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