Gegendarstellung zur Meldung der RIAFAN-Nachrichtenagentur

Die Heinrich-Böll-Stiftung weist die Fehlangaben und öffentliche Diskreditierung ihrer Mitarbeiterinnen und Partner/innen in einer Meldung der russischen RIAFAN-Nachrichtenagentur entschieden zurück.

Moskau

Am 26. August 2021 hat die Nachrichtenagentur RIAFAN einen Artikel mit dem Titel "Фонд Белля может стать нежелательным вслед за «Немецко-русским обменом»" („Die Heinrich-Böll-Stiftung kann unerwünscht werden und dem Deutsch-Russischen Austausch folgen") veröffentlicht. In diesem Artikel ruft der Autor die russische Generalstaatsanwaltschaft auf, die Heinrich-Böll-Stiftung als unerwünschte Organisation zu klassifizieren. Er bezeichnet die Arbeit der Stiftung als destruktiv und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands. Auslöser des Artikels war eine geplante Veranstaltung von "Prostranstvo Politika" in Ekaterinburg. Prostranstvo Politika ist in der Tat ein Partner der Heinrich-Böll-Stiftung und hat dies zu keinem Zeitpunkt verborgen. Allerdings wurde die Veranstaltung in Ekaterinburg nicht von der Heinrich-Böll-Stiftung finanziert. Hier handelt es sich um einen Irrtum des Autors. Fehlerhaft sind auch die angeblichen Zitate aus einer Veranstaltung im Jahr 2017 und einige Darstellungen von Mitarbeiter- oder Finanzierungsverhältnissen.

Der Heinrich-Böll-Stiftung liegt es fern, gegen Russland oder gar für eine Desintegration des Landes zu arbeiten. Im Gegenteil: Das Interesse der Heinrich-Böll-Stiftung ist, ganz im Sinne ihres Leitbildes, Russland und seine Regionen in die Lösung von globalen Fragen wie z.B. den Klimaschutz einzubeziehen. Wir arbeiten im Geiste einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Partner und Partnerinnen in Russland. Daher kann auch von einer Einmischung von außen nicht gesprochen werden.

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine offiziell in der Russischen Föderation registrierte Filiale, und unsere Tätigkeiten werden mit dem Justizministerium abgestimmt. Die Aktivitäten werden auf unserer Webseite dokumentiert. Die Finanzierung und ebenso die Ergebnisse unserer Arbeit, die landesweit durchgeführt wird, sind transparent und öffentlich zugänglich. Die gesetzlichen Vorgaben werden strengstens eingehalten und unsere Mitarbeiterinnen achten auf deren Anwendung.

Wir weisen die öffentliche Diskreditierung sowohl der Heinrich-Böll-Stiftung, ihrer Mitarbeiterinnen als auch ihrer Partner und Partnerinnen entschieden zurück und hoffen sehr, dass wir auch zukünftig partnerschaftlich und in gegenseitigem Respekt eine gemeinsame positive Agenda erarbeiten und umsetzen können.